Versuch ich es weiter ...

. . . oder resigniere ich besser ? Seit der letzten Maidekade nicht ganz hundert Besucher scheint nicht übel und ein guter Tagesdurchschnitt. Aber Kommentare und Gästebucheinträge gibt es seit 23.5. bis heute nicht. Soll ich noch provokativer werden, als ich es bisher meine zu sein ? Oder ist es keinem Besucher der Mühe wert, seine Zu-oder Abneigung zu meiner Meinung festzuhalten ? Daß mir das eine wie das andere Freude machte, ist nicht entscheidend - nur für mich ein bißchen. Und so lautet ein Beschluß, daß der Mensch was lernen muß. Ich tu es mit einer Frist: Heute abend geht die FIFA-WM 2006 zu Ende. Eine reichliche Woche danach müßte sich dann die Möglichkeit, mir Reaktionen zukommen zu lassen, ergeben haben - dann seh ich weiter. Großzügig gerechnet also auf Wiederlesen um den 25.7., liebe Besucher !
Ceterum censeo: In Eberhard Esches"Wer sich grün macht . . ." gibts Wunderbares zur menschlichen Eitelkeit. Ich nehme mich da nicht aus !

9.7.06 15:56, kommentieren

Warum

darf Iran nicht Uran für friedliche Nutzung der Atomenergie anreichern, wie allen Staaten vom Völkerrecht erlaubt ?
dürfen die USA das, obwohl sie - im Gegensatz zum Iran! - in ihre "Optionen" überall den Einsatz von Atomwaffen eingebaut haben `, als erste und einizge in der Welt Hiroshima und Nagasaki zu verantworten haben?
darf Israel gewählte Vertreter Palästinas einsperren - 64 Abgeordnete und Regierungsmitglieder des Wahlsiegers Hamas ! - ohne daß der "Chefkrieger gegen den Terror" und "Reinstdemokrat der Welt" G.W. seinen Vasallen zur Räson bringt - oder ist Terror und Demokratie nur das, was der unbeliebteste Präsident - nur 38 % der US-Bürger wollen ihn noch ! - dazu erklärt ?
haben die Jasager im Bundestag vor der Abstimmung zur Föderalismusreform nicht Heinrich Heines Wintermärchen als Pflichtlektüre bekommen: es war, als fege man den Mist aus 36 Gruben ! Es sind weniger als halb so viele heute, aber dafür vielfach größerer Mist !

Ceterum censeo: Das Jahrhundertverbrechen des Holocaust ist so unantastbar wie das Existenzrecht Israels und Palästinas als Staaten - und wo, bitte , ist der Staat Palästina ?

Technische Panne:das folgende Datum unten von 2005 ist Unsinn, ich schrieb am 8.7.2006 - non culpa mea !

28.2.05 17:13, kommentieren

Noch mal zu Walter Womacka

Hat sich wer gewundert, warum ich Walter Womacka im letzten Beitrag nannte ? Kommentar oder Gästebuch sagen nichts dazu - dennoch möchte ich es erläutern. In seinem Buch "Farbe bekennen" hat er die 3 großflächigen Werke im Erdgeschoß des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der Deutschen Demokratischen Republik am Marx-Engels-Platz "meine besten Arbeiten" genannt. Sie verdienten diese Bezeichnung ohne Einschränkung - Ortsbezug, Gedankentiefe, Farbgebung, Aktualität und Geschichtskonnex waren eindrucksvoll und übertrafen sein "Wenn Kommunisten träumen" unter den 16 Großgemälden im Palast der Republik noch.
Als die Bonner Herren das Gebäude vor dem Abriß einige Tage zur Besichtigung freigaben, fragte ich den "erläuternden" Vertreter des Bonner Auswärtigen Amtes, wie man diese Kunstwerke erhalten werde. Er verneinte diese Möglichkeit und nahm meinen Hinweis, daß bei gutem Willen das doch möglich sein müßte, wenn man zehn-, ja hundertfach umfangreichere Schätze wie z.B. Abu Simbel erhalten konnte, mit einem arroganten "Es geht nicht !" und dem Nachsatz zur Kenntnis:"Es wird alles dokumentiert, das ist die einzige Möglichkeit!" Mein Versuch, diese Dokumentation zu finden, war jahrelang im Auswärtigen Amt wie verschiedensten Baubehörden der BRD fruchtlos. Der Zufall führte mich schließlich zu einem Brandenburger Fotografen, bei dem einiges - unkomplett - aufzutreiben möglich war. So konnte ich mir zu meinem 75. Geburtstag eine Video-Präsentation unter Einbeziehung dieser Werke zum Geschenk machen, Professor Walter Womacka selbst bei der Januardemonstration in Friedrichsfelde kennenlernen und einiges von dem, was ihm nicht vorlag, übergeben..
Sein Buch sagt noch mehr zum Bilderstürmer-Banausentum der Bonner "Herren". Der Künstler hat außer dieser biografischen Abrechnung auch mit seinem Gemälde "Rückbau" dies schändliche Umgehen mit Kulturgütern dauerhaft angeklagt. Rechts unten hat er auch das Firmenschild der Abrißfirma festgehalten samt dem Text "Kampfmittelberäumung", wie "Rückbau" entlarvend. Wie gesagt:rechts, ganz unten.
Ceterum censeo:wem in diesem Zusammenhang der Palast der Republik einfällt - mir gehts ebenso, und die schwarz-rot-goldene Begeisterung dieser Tage kann es nicht verdecken, so sehr sie sich müht - nicht nur hier.

1.7.06 13:24, kommentieren

Iran, Palästina, Kuba ...

werden als "Schurkenstaaten" beschimpft, und der spiritus rector dessen wird in Österreich von den Regierenden gefeiert und soll wohl ähnliches in Mecklenburg-Vorpommern erwiesen kriegen. Aber die Wiener haben zu ihm so deutlich nein gesagt, wie es die Mekelbörger auch tun werden, und die Zeche dieses 17./18 .7. zahlen wir , mit 3o oder 40 Millionen. In seinem eigenen Land ist dieser G.W. nur noch bei jedem dritten Bürger angesehen, seine Verbrechensliste ist mit Guantanamo und Gerichtsbestätigung, daß seine Militärtribunale dort ungesetzlich, Verfassungsbruch sind, in den letzten Tagen getopt - ich bin froh, daß ich mit 76 Jahren das andere US-Amerika der Paul Robeson, Angela Davis, Martin Luther King auch kennengelernt habe .

30.6.06 20:13, kommentieren

Neinsagen

...ist leichter als real wirksam werden. Überall, und ganz besonders im internationalen Zusammenhang. Und 99 % der Menschheit, wohl fast ebensoviel der Staaten unserer Erde begnügen sich damit, wenn sie überhaupt aktiv werden. So können Verbrechen vor aller Augen vorbereitet und begangen werden, wie gegenwärtig und seit Jahren schon der Krieg Israels gegen Palästina. Ein israelischer Soldat entführt - und schon jetzt wieviel Tote, Opfer der Israelaggression auf Palästinas Seite ? Wo ist der grundlegende Unterschied zu den Geiselmorden der Naziwehrmacht ? Darf man unter - berechtigtem - Vorweisen der Millionen Opfer des Holocaust alles "begründen", jeden Vorschlag der gewählten Regierung
als "terroristischen Ursprungs" verleumden, die Welt in immer größére Gefahr eines Krieges bringen ? Neinsagen, laut und deutlich, auch zu den "Nichteinmischern" !

28.2.05 17:13, kommentieren

Fußballl, Fahnen, Freunde und andere

22 Freunden auf dem Platz zuschauen, jeden Tag 3, jetzt noch 2 und am Ende 1mal am Tag, den besten Könnern - das macht Spaß und jeden stolz auf die Leistung der eigenen Landsleute. Warum dann das nicht mit den Nationalfarben bejubeln - und im Hinterkopf behalten, daß wir auch vor 2, 3, 4 Jahrzehnten stolz das Gleiche taten, mit Recht, z. B. 1974 beim Jubel für Sparwasser und den Erfolg der DDR. Da werde ich nicht den Mund halten, Gregor ! Aber das hast Du nicht gemeint mit Deinen Hinweisen. Schwarz-rot-gold hat große und gute demokratische Traditionen seit 1813.
Ceterum censeo: Ob man als Kanzlerin dem geknickten Präsidenten des Nachbarlands auf der Tribüne des Stadions so kommen sollte, ist eine Frage des diplomatischen Geschicks.

28.2.05 17:13, kommentieren

KLärung des Tohuwabohu

...ist vielleicht nicht nötig, denn meine lieben Leser haben längst gemerkt, daß der erwartete Enkel Mace da war, Opa geholfen hat und als Kommentare Geschriebenes nun Einträge geworden sind. Für alle Fälle: Tohuwabohu ist aus der hebräischen Fassung der Genesis der letzte Satzteil "wüst und leer" - aber ganz so schlimm war ich wohl doch nicht - oder ?
Mir fehlt nun nichts mehr zum Bloggerglück außer Kommentatoren und Gästen.
"Ceterum censo": wer vor lauter WM2006 aus dem Auge verliert, was Iran, Irak, Israel/Palästina und ähniches betrifft, leistet sich einen Bärendienst und seinen schlimmsten Feinden Hilfe, ob er das will oder nicht.

9.6.06 10:06, kommentieren