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Karl und Rosa

Der 14. Januar 2007 in der Gedenkstätte der Sozialisten Berlin-Friedrichsfelde sah am 14 Januar 2007 60 000 ( so Die Linke/PDS) oder 20 000( so die Berliner Polizei) bei der Ehrung der Kämpfer für das Recht der armen Klassen- Offenbar kann die Berliner Polizei nicht bis 3 zählen und bringt so jedes Jahr nur ein Drittel, bestenfalls die knappe Hälfte der tatsächlichen Teilnehmer zusammen. Lachen erlaubt, wer dabei war, weiß, warum.
Wieder bestätigt sich, daß die ruhige, bewußte Würde dieser Veranstaltung von keiner anderen auf Berlins Straßen erreicht wird. Heftige Diskussionen ja, in diesem Jahr noch mehr als sonst angesichts der neu in der Rasen vorm Rondell eingelassenen Tafel "Den Opfern des Stalinismus"- ein Bruch mit den Traditionen dieses Orts, der keine Namenlosen kennt und kennen sollte. Es sollte den Militanten aller Couleur überlassen bleiben, allgemein zu erinnern mit diesem und jenem und noch einem weiteren Opfermal. Julius Fucik hat deutlich gemacht, daß ein jeder einen Namen hatte, und den hat man gedenkend zu ehren. Wer Werner Eberlein kannte, dankt es ihm von Herzen, daß der Name seines Vater auf seines Sohnes Grabstein festgehalten ist. In die Gedenkstätte gehört - es ist Platz genug da ! - die Namensliste z. B. der von der Historischen Kommission Rehabilitierten ! Wer, beginnend mit 1937, vor sowjetischen oder ab 1949 vor DDR-Gerichten stand, ist damit durchaus nicht automatisch Opfer des Stalinismus, wenn dieser Begriff überhaupt Präzises zu erfassen geeignet wäre. Hier kochen Feinde des Sozialismus ihr Süppchen ! Die Schleifen am "Stein des Anst0ßes" waren dazu sehr aussagekräftig.

15.1.07 15:29, kommentieren

Schon 4 Wochen 2007

und Neues gibts allerwärts - nur nicht bei demStinktier Dabbeljuh und Konsorten. Eine eben gehaltene Rede zur Lage der Nation hat neue Töne zur Innenpolitik der USA nur dort zu bieten, wo er unter den neuen Bedingungen der verlorenen Mehrheiten in beiden Häusern keinen Stich mehr sieht. In den außenpolitischen Kernfragen Irak und Afghanistan bleibt er stur auf dem Katastro-phenkurs "Sieg durch mehr US-Truppen", gegenüber Iran wird er merkwürdig ruhiger und zu Syrien-Israel-Palästina-Libanon strampelt sich seine Condolencia (sie ist wirklich zu bedauern bei solchem Chef) tapfer ab, den alten Wein in neuen Schläuchen  doch noch zu verkaufen. Beide Palästinenserlager scheinen endlich ernsthaft um Gemeinsamkeiten miteinander statt blutiger Gemeinheiten gegeneinander bemüht und so die wirksamste Methode zu finden, gegen den israelischen Aggressor ernsthaft wirksam werden zu können.

In Berlin ist nach einer 60 000er Gedenk-kundgebung an der Gedenkstätte der Sozialisten die Debatte um den neuen Gedenkstein "Den Opfern des Stalinismus" im Abflauen, ohne daß man der zuständigen Lichtenberger PDS-Leitung ihre Zustimmung zu diesen unglückseligen Stein schon verziehen hat. Ganz und gar nicht verziehen wird der Berliner Linken ihre Stimmenthaltung statt Gegenstimme bei der Ehrenbürgerschaft für Biermann. Armes Hauptstadtparlament für solchen Ehrenbürger !

25.1.07 12:57, kommentieren